Jubel im Livestream

Begeisterte Gewinnerteams bei der Preisverleihung

Bis zur letzten Sekunde wussten die nominierten Schulklassen nicht, welchen Platz sie belegt hatten. Umso mehr jubelten sie, als im Livestream der Preisverleihung die Jury-Entscheidung verkündet wurde. Um die Teams aus unterschiedlichen Regionen des Landes zusammenzubringen, fand die Ehrung wie in den vergangenen Jahren als Videokonferenz statt. Nach der Laudatio der Jurymitglieder durften die Schülerinnen und Schüler ihre Kunstwerke nochmal genauer vorstellen. So erhielten alle einen Einblick in die unterschiedlichen Erfahrungen beim Gestalten und Betonieren.

Bildschirm mit Begrüßung zur Preisverleihung 2026Wettbewerbsinitiator Ulrich Nolting, Geschäftsführer des InformationsZentrum Beton, begrüßte die Teilnehmenden und würdigte ihre Leistung: „Wir wollen mit dem Beton-Art-Award jungen Menschen die Möglichkeit geben, praktisch mit dem Baustoff umzugehen und über diesen Umgang nicht nur ein künstlerisches Verständnis zu entwickeln, sondern auch mehr darüber zu erfahren, wie dieser Baustoff funktioniert.“ An die Gewinnerteams gerichtet ergänzte er: „Die Art und Weise, wie ihr das kreativ umgesetzt habt, das hat uns einfach richtig begeistert und fasziniert.“

Inspiriert von Sisyphus und Giacometti

Team Kleeblatt, Beton-Art-Award 2026Über den 1. Platz durfte sich das Team „Kleeblatt“ vom Gymnasium St. Kaspar in Bad Driburg (NRW) freuen. Ihr Werk „Unsere Sisyphusaufgabe“ zeigt eine Friedenstaube, die mühsam eine Erdkugel einen Berg hinaufschiebt. „Wir hatten am Anfang überhaupt keine Vorstellung, wie das sein würde, aber es hat viel Spaß gemacht“, erzählte eine der Schülerinnen im Live-Talk über die ersten Erfahrungen mit Beton.

Beton-Art-Award Platz 2 Einreichung 04

Einen ganz besonderen Live-Moment bot der 2. Platz von der Wilhelm-Kaisen-Oberschule aus Bremen: „Wir senden hier direkt aus dem Atrium unserer Schule und haben uns um unsere Figuren versammelt“, berichtete Lehrerin Frau Herbst. Wie der Werktitel „Schatten des Schulhofs – In den Spuren Giacomettis“ verrät, fertigte ihr Kreativkurs lebensgroße Betonfiguren nach dem Vorbild des Künstlers Alberto Giacometti.

Auch das drittplatzierte Team vom Staufer-Gymnasium in Waiblingen (BW) sprach begeistert vom kreativen Arbeiten mit Beton: „Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, etwas Neues auszuprobieren. Als Erstes war es eine Herausforderung, aber dann hatte man den Dreh raus und konnte seine Kreativität frei entfalten.“ Die Klasse gestaltete Kneippbecken aus Beton. Eins davon stach durch poetisch inszenierte Fotos besonders hervor und wurde dafür ausgezeichnet.

Dass sich Weitermachen auch nach Rückschlägen lohnt, bewies die Schülerfirma „Betona“ vom Leibniz-Montessori-Gymnasium aus Düsseldorf (NRW): Aus den Scherben einer zerbrochenen Betonvase gestalteten sie kurzerhand ein sehenswertes Kunstwerk und bekamen dafür von der Jury einen Pech-Preis verliehen.

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Dass die Wahl aus hunderten Einreichungen nicht leichtfiel, machten die Jurorinnen und Juroren deutlich. Neben Ulrich Nolting gehören mit Conny Eck (Heidelberg Materials AG) und Sabine Schädle (Holcim Süddeutschland GmbH) fachkundige Vertreterinnen zweier großer Baustoffhersteller zur Jury. Mit dem Bildhauer und Kunsterzieher Bernd Zimmer kommt noch eine weitere Perspektive dazu. Als Künstler hat er selbst schon Werke aus Beton gefertigt und kennt nicht nur die Herausforderungen des Materials ganz genau, sondern weiß auch, wie Kunstprojekte im Unterricht umgesetzt werden können. Sie übernahmen jeweils eine Laudatio und erklärten persönlich die Juryentscheidung.