- Platz 1: „Unsere Sisyphusaufgabe“
- Platz 2: „Schatten des Schulhofs – In den Spuren Giacomettis“
- Platz 3: „Eine alte Erinnerung“
- Pech-Preis: „Zerbrochen“
- Anerkennungen
Platz 1:
„Unsere Sisyphusaufgabe“ – Team: Kleeblatt
Gymnasium St. Kaspar Neuenheerse, Bad Driburg

Beschreibungstext des Teams:
„Unser Kunstwerk „Unsere Sisyphusaufgabe“ stellt die Friedenstaube dar, die erschöpft die Weltkugel bergauf schiebt. Das ist eine Anspielung auf die Sisyphusaufgabe. Unsere Plastik drückt aus, dass die Friedenstaube eine unbeschreiblich große und schwere Aufgabe damit hat den Frieden auf der Welt, beim aktuellen Weltgeschehen, aufrechtzuerhalten. Dem Betrachter wird vor Augen geführt, wie schlecht es um den Frieden bei so vielen Kriegen und drohenden Kriegen auf der Welt steht. Trotzdem gibt die Taube, schon sichtlich erschöpft und mitgenommen, die fast unmöglich scheinende Aufgabe nicht auf und macht weiter. Zudem wollen wir mit dieser Plastik dazu animieren, den Frieden in der immer angespannter werdenden Weltlage nicht aufzugeben.”
(Größe ca. 45 x 17x 17 cm)
Jury-Begründung:
Der erste Platz des diesjährigen Beton-Art-Awards geht an das Werk „Unsere Sisyphusaufgabe“ vom Team „Kleeblatt“. Wir sehen eine Friedenstaube, die mühsam versucht, die Weltkugel einen Berg hinauf zu schieben. Das Team greift das traditionelle Symbol des Friedens auf und verknüpft es klug mit dem Sisyphus-Mythos. Das Kunstwerk ist durchdacht und wurde handwerklich anspruchsvoll umgesetzt.
Was direkt auffällt: Die typische Bewegung, die eine Taube eigentlich beim Fliegen macht, wird hier zu einem beschwerlichen Schieben. Diese Kombination leuchtet sofort ein und das Bild spricht ohne Erklärung für sich selbst. Die Taube steht offensichtlich vor einer fast aussichtslosen Herausforderung. Die Schülerinnen haben das Werk sehr sorgfältig und eigenständig ausgearbeitet. Der raue Boden, die glatte Kugel und der frei gestaltete Vogel fügen sich in ein stimmiges Gesamtbild zusammen.
Das Kunstwerk will angesichts der aktuellen Weltlage Mut machen und animiert dazu, den Frieden niemals aufzugeben. So steht am Ende ein rundum schlüssiges Werk, das uns seine Botschaft originell und eindrücklich präsentiert.
Platz 2:
„Schatten des Schulhofs – In den Spuren Giacomettis“ – Team: Kreativkurs 8
Wilhelm-Kaisen-Oberschule Bremen

Beschreibungstext des Teams:
„Zu Beginn des Schuljahres traf sich unser Kreativkurs (Jahrgang 8) im Tonraum. Gemeinsam beschlossen wir, dreidimensional zum Thema Alberto Giacometti zu arbeiten. In den folgenden Wochen recherchierten wir zur Biografie und zum künstlerischen Werk des begabten Schweizers. Kurze Zeit später fand eine Ausstellung seiner Werke (zum Glück!) in Bremen statt. Natürlich waren wir in der Kunsthalle und nahmen an einer Führung teil. Anschließend einigten wir uns auf ein Thema: „Situation auf dem Schulhof“. Danach wollten wir den Giacometti-Stil als „Schatten des Schulhofs“ aus Beton direkt auf unser Schulgelände bringen. Wir haben alte Schuhe als Fundament benutzt und losgelegt. Zuerst bauten wir aus Draht, Holz, Zeitungspapier, Kreppband und Hasendraht menschenähnliche Gestelle. Diese wurden mit Beton ummantelt und mit bronzefarbenem Lack besprüht. Das Projekt war eine gelungene Mischung aus Kunst und harter Arbeit mit Beton, Holz und Draht.“
Jury-Begründung:
Der zweite Platz des diesjährigen Beton-Art-Awards geht an den „Kreativkurs 8“ mit dem Werk „Schatten des Schulhofs – In den Spuren Giacomettis“. Wie der Titel es verrät, setzte sich das Team für dieses Kunstwerk mit den berühmten, filigranen Skulpturen von Alberto Giacometti auseinander und besuchte dazu auch eine Ausstellung. Mit dem Kunstwerk ist es gelungen, diesen besonderen Stil direkt auf das eigene Schulgelände zu bringen. Und das Ergebnis hat die Jury sofort angesprochen.
Die Gruppe von Figuren wirkt wie eine Szene auf dem belebten Schulhof, die mitten im Schulalltag eingefroren ist. Das Ensemble fügt sich perfekt in die Umgebung ein. Man erkennt, dass das Werk wirklich für genau diesen Ort geschaffen wurde und dort, durch die großen Beton-Füße als Fundamente, fest verankert ist.
Jede einzelne Figur besitzt eine ganz eigene, ausdrucksstarke Körperhaltung und einen originell modellierten Kopf. Das schlüssige Ensemble wird durch eine kupfer- und bronzefarbene Bemalung toll zusammengehalten. Ein schöner Kontrast zu den Figuren bildet der glatte, sauber geformte Fußball, der die Szene zusätzlich belebt.
So zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, wie eine motivierte und engagierte Teamarbeit gelingt. Aus einer starken Idee wurde ein kreatives Kunstwerk, das den Schulhof dauerhaft bereichert.
Platz 3:
„Eine alte Erinnerung“ – Team: Solo arc
Staufer-Gymnasium Waiblingen

Beschreibungstext des Teams:
„An einen verlassenen Ort zwischen Deutschland und Polen entdeckt ein alter Mann einen veraltetes, mit Moos bedecktes Kneipp-Becken. Er erinnert sich an die schönen alten Tagen, wo er zusammen mit seinen Eltern einmal die Woche zu einen Kneipp-Becken ging. Jedoch starben seine Eltern Ende des zweiten Weltkrieges, was ihn sehr traurig machte.Trotzdem will er den schönen aber auch traurigen Moment genießen und bleibt dort bis in die tiefe Nacht.“
(Größe ca. 40 x 20 x 10 cm)
Jury-Begründung:
Der dritte Platz des diesjährigen Beton-Art-Awards geht an „Solo arc“ mit dem Werk „Eine alte Erinnerung“. Das Kunstwerk ist poetisch inszeniert und beschrieben. Es erzählt uns eine berührende Geschichte: Ein alter Mann entdeckt an einem verlassenen Ort ein verwittertes Kneipp-Becken. Es erinnert ihn an vergangene Tage und lässt ihn dort verweilen.
Künstlerisch wurde hier ein kluger Kniff angewandt. Der unsauber verarbeitete Beton wirkt alt und heruntergekommen. Die unperfekte, raue Oberfläche stellt die Spuren der Zeit dar. Ergänzt durch Moos und einen großen Naturstein im Zentrum, erzählt die Szene eine Geschichte. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie man vermeintliche Materialfehler bewusst einsetzt und nutzt.
Wie es präsentiert wird, ist die große Stärke des Kunstwerks. Es wurde unheimlich stimmig und poetisch fotografiert. Das Bild spricht sofort für sich selbst und fängt das Thema des Alterns wunderschön ein. So hebt sich das Werk von anderen Kunstwerken im Wettbewerb ab und ist in seiner gefühlvollen Präsentation einzigartig.
Pech-Preis
Für eine gelungene Einreichung, obwohl im Projekt etwas schief ging.
„Zerbrochen“ – Team: Betona
Leibniz-Montessori-Gymnasium Düsseldorf

Beschreibungstext des Teams:
„Diese zerbrochene Vase stellt dar, wie die Natur auch durch Beton durchbricht und wie aus Zerbrochenem wieder Schönes entstehen kann. Wir haben extra gelben Heißkleber benutzt, um zu symbolisieren, wie der Mensch versucht, Dinge zu reparieren, auch wenn diese vielleicht nicht mehr reparierbar sind. Unser Teamname „Betona“ ist auch der Name unserer Schülerfirma, die Wohnaccesoires aus Beton in Handarbeit gießt. Bei unseren ersten Versuchen gingen einige Vasen zu Bruch; aufgegeben haben wir aber trotzdem nicht. Dieses Kunstwerk ist eine Nachbildung von einer unserer ersten Vasen, die leider direkt beim Transport zerbrochen ist. Es soll auch symbolisieren, dass etwas niemals komplett zerbrechen kann und dass auch aus Zerbrochenem wieder Schönes entstehen kann.“
Lobende Anerkennung
Für ein kreatives Gesamtprojekt.
„Kampf der Elemente“ – Team: Die Feuerdrachen, Erddrachen und Wasserdrachen
TGS Trusetal
Das Team hat ein eigenes Spiel für den Schulhof entwickelt und dafür Spielfiguren aus Beton modelliert.

Beschreibungstext des Teams:
Auf dem Schulhof entstand vor 14 Jahren als Projekt der Drache „Franklin“ zum Sitzen und Klettern. Im Rahmen des „Beton Award“ wollten wir ihn wieder nutzen. Die Schüler haben ein Outdoorspiel erfunden. Hier geht es darum, dass sich die Elemente Wasser, Erde und Feuer in einem Würfelspiel batteln, wer das stärkste Element ist (siehe Anleitung, welche NICHT in der KI, sondern in Teamarbeit entstanden ist). Spielfiguren sind 9 kleine Drachen, die die Elemente verkörpern. Wir dachten, es sind kraftvolle Wesen, die gut zu Beton passen und dass sich der Beton gut für das Vorhaben eignet. Bei Überlegungen, wie die Figuren entstehen können, kamen wir auf alte Waschmittelflaschen. Wir hätten sie auch nur als Form für flüssigen Beton nutzen können. Aber dann wäre ja der gleiche Müllberg entstanden. Jeder durfte ein Element auswählen und gestalten. Wir hatten großen Spaß beim Arbeiten.
Lobende Anerkennung
Für eine technisch herausragende Betonarbeit.
„Zusammen sind wir stark!“ – Team: Die wilden Hühner
Gymnasium Nidda
Das Werk ist eine ausgezeichnete Umsetzung einer Skulptur mit Händen.

Beschreibungstext des Teams:
„Bei unserem Kunstwerk haben wir an Zusammenhalt gedacht. Es besteht aus sechs Händen, welche ineinander verhakt sind, jeweils der Daumen in den kleinen Finger. So erinnert es an einen Fingerschwur, welcher ein Versprechen symbolisiert. Für uns ist es das Versprechen von Zusammenhalt. Gerade in der Schule halten wir Zusammenhalt für besonders wichtig. Man hilft einander und ist füreinander da. Deshalb haben wir überlegt, wie wir Zusammenhalt bildlich darstellen können. Wir kamen dabei schnell auf unsere Hände, die Zusammenhalt symbolisieren sollen. So, als ob man jemanden an die Hand nimmt und ihm beisteht, um ihm zu zeigen: Wir schaffen das gemeinsam! Deshalb war es uns wichtig, dass sich unsere Hände nicht nur berühren sondern ineinander gehakt einen Kreis bilden.“
Hier geht’s zum Rückblick mit den Gewinner-Beiträgen der letzten Wettbewerbsrunden →


















